Référence d’une installation photovoltaïque integré


Foto: Thomas Rickenmann, Wattwil

Eckdaten der Photovoltaikanlage

Anlageleistung1‘068 kWp
Anlagekategorieangebaut
ModultypMegasol M200
Modulfläche7'163m2
Jährliche Produktion1'050'000 kWh
Wechselrichter50 Stk. Refusol 20k
Inbetriebnahmedatum07.12.2024 (1. Etappe), 28.12.2024 (Erweiterung)
Gesamte AnlagekostenCHF 3'500'000
Standort der AnlageWattwil (SG)

 

Entstehung

Bei der Erstellung des neuen Industriegebäudes war für die Firmenleitung der Högg Produktionstechnik AG schon bei der Planung klar, dass die Gebäudehülle und die Haustechnik nicht nur dem Stand der Technik, sondern auch ökologischen Gesichtspunkten genügen mussten. Die Unternehmung ist in der Metallbearbeitung tätig und hat in ihrem Kundenkreis auch Firmen aus der Solarbranche. Es war deshalb naheliegend, dass auf dem Dach des imposanten Gebäudes eine Photovoltaikanlage entstehen sollte. Am 1. Mai 2008 wurde ein Förderantrag für die KEV gestellt.

 

Partnerschaft

Der Zuschlag zur KEV kam im April 2010 eher überraschend. Während die Dachdeckerarbeiten in Arbeit waren und die Generalunternehmung auf die Einhaltung der Termine pochen musste, wurde die Detailplanung für die Realisierung der grossen Photovoltaikanlage gestartet. Sehr schnelle Entscheidungen und kleinere Umdispositionen waren ebenso erforderlich, als auch der Entscheid für die Trägerschaft. Die Högg AG suchte einen Investor, der die Anlage auf ihrem Dach realisiert. Mit Thomas Grob, Initiant und Präsident von energietal toggenburg, konnte eine Partnerschaft abgeschlossen werden, die garantierte, dass die Umsetzung in Koordination mit der Fertigstellung des Gebäudes in Einklang gebracht werden konnte.

 

Realisierung

Rechtzeitig auf Jahresende 2010 konnte die Anlage mit 365 kWp in Betrieb gehen. Die mit Megasol Aarwangen geplante und realisierte Anlage wurde so aufgebaut, dass die Module mit 20° - Neigung genau gegen Süden ausgerichtet wurden. Die Montage erfole auf sogenannten Flatports, mit Kies gefüllten Kunststoffboxen, die auf die extensive Dachbegrünung gestellt wurden.

 

Erweiterung

Der Entscheid des Bundesrates vom Oktober 2011, die Leistungsbegrenzung von ±20% bei KEV- geförderten Photovoltaikanlagen aufzuheben, eröffnete die Möglichkeit, Planungen zur Erweiterung der Anlage zu starten. Die Photovoltaikanlage wurde parallel zum Gebäude ausgerichtet und auf 3° flach gele. Die Montageschienen wurden mit einer Spezialkonstruktion auf die vorhandenen Ballastboxen montiert. Bis Ende 2011 wurde die Anlage auf 1'068 kWp erweitert und ans Netz gebracht.

Die abgebildete Photovoltaikanlage ist heute die grösste Anlage in der Ostschweiz. Sie ist ein Leuchtturmprojekt für die Energieregion Toggenburg, die sich hohe Ziele in der Energiepolitik gesetzt hat.

Auf einen optimalen Anstellwinkel wurde zugunsten einer hohen Belegungsdichte verzichtet. Das Resultat ist eine wesentlich höhere Stromproduktion der Gesamtanlage unter Inkaufnahme eines leicht reduzierten Wirkungsgrades. Die Anlage produziert heute 2/3 des jährlichen Strombedarfs der Firma, die für den Betrieb ihrer Maschinen einen beachtlichen Strombedarf hat. Es besteht die Hoffnung, dass die Anlage nicht nur für das Toggenburg, sondern auch für die Dachnutzungen in der ganzen Schweiz beispielhaft ist, dies nach dem Motto: Dächer sind Ressourcen.