Référence d’une installation de biomasse
Biogasanlage im Fricktal
Die Produktionsanlage in Kaisten (AG) ist eine von rund 170 Biomassekraftwerken, welche von der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) gefördert wird und bereits in Betrieb ist.
Eckdaten der Biomasseanlage
| Art der Anlage | WKK Prozess |
| Energieträger | Landwirtschaftliche Biomasse (Gülle, Mist, Co-Substrate) |
| Elektrische Leistung | 90 kW |
| Thermische Nennleistung | 85 kW |
| Elektrischer Wirkungsgrad | 35.1% |
| Energieproduktion pro Jahr | ~ 520'000 kWh (Netto) |
| Anteil Co-Substrate | 17.9% |
| Inbetriebnahme der Anlage | 09.03.2010 |
Von der Idee des Projekts bis zur Realisierung...
Die Familie Näf beschäftigte sich schon vor langer Zeit mit der Idee, die auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb anfallenden biogenen Abfälle zur Stromproduktion zu nutzen. Die Absicht war, einen Grossteil der anfallenden Energieträger vom eigenen Hof zu verwerten und möglichst wenig zusätzliche, nicht landwirtschaftliche Co-Substrate zu beschaffen.
Die Kalkulation zeigte bald, dass der Erlös aus dem erwarteten Stromverkauf die Amortisation der Anlage nicht ermöglichen würde. Der aktuelle Strommarktpreis ist dazu viel zu tief. Die Familie Näf hat deshalb 2008 ihre Projektidee bei Swissgrid für die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) angemeldet. Das Projekt wurde von der KEV bewilligt. Das bedeutet, dass die von dieser Anlage produzierte elektrische Energie für 20 Jahre zu einem kostendeckenden Energiepreis von der Stiftung KEV abgekauft wird.
Mit dieser finanziellen Absicherung konnte die Familie Näf zusammen mit dem Nachbarn Alois Amsler das projekt realisieren. Die Anlage ging im März 2010 in Betrieb.
Realisierung der Anlage
Nach der Inbetriebnahme mussten zwar noch erste Startschwierigkeiten überwunden werden, aber unterdessen funktionierte die Anlage ohne grössere Störungen und produziert zuverlässig die erwartete Strommenge.
Die Erfahrungen mit der Anlage lassen sogar eine künftige Steigerung der Energiegewinnung um 10% erwarten. Des Weiteren ist auch geplant, die Abwärme des Gasmotors für die umliegenden Hofgebäude zu nutzen.
Potenzial nutzen
Herr Näf zieht sieht der Zukunft in seiner Doppelfunktion als Landwirt und Stromproduzent optimistisch entgegen. Die anfallenden Betriebs- und Wartungsarbeiten kann er mit seinem Partner Herr Amsler grösstenteils selber ausführen. Sie beeinträchtigen also seinen Landwirtschaftsbetrieb kaum. Aufgrund seiner positiven Erfahrungen kann sich Herr Näf gut vorstellen, dass Landwirte vermehrt ihre anfallende Biomasse zur Stromproduktion nutzen und somit der Anteil erneuerbarer Energie in der Schweiz weiter erhöht wird.
Weitere Informationen zum landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Näf finden Sie unter www.naefruetihof.ch.

